Zum Monatstreffen der Freien Wähler Wertingen konnte der stellvertretende Ortsvorsitzende Christian Brunner neben Bürgermeister Willy Lehmeier und Bürgermeisterkandidat Andi Seitz auch Landrat Markus Müller begrüßen. Den zahlreichen Mitgliedern wurden letzte Details zur bevorstehenden Nominierungsversammlung.
Im Anschluss referierte Landrat Markus Müller über die aktuellen Themen im Landkreis. Hier nahmen die Kreiskliniken naturgemäß einen großen Raum ein. Der Entscheidungsprozess für die neue Geschäftsführerin interessierte die Anwesenden ebenso wie die Entwicklungen in Sachen Geriatrie. Ziel sei es, die Wertinger Klinik zu einem „Zentrum für Alters- und Innerer Medizin“ zu machen – mit einer modernen Kombination aus stationärer, rehabilitativer und ambulanter Versorgung. Dabei will man im Laufe des Jahres 2026 auch eine ambulante Anlaufstelle für kleine Notfälle in Wertingen aufbauen.
Beim ÖPNV sei geplant, dass sich in Zukunft der gesamte Landkreis mit einer Verbunderweiterung zunächst dem Augsburger Verkehrsverbund (AVV) angliedere. Die Fusion des AVV mit dem Münchner Verkehrsverbund (MVV) könne zudem zu einem späteren Zeitpunkt Synergien schaffen und für Verbesserungen sorgen. Allerdings müsse man sich im ländlichen Raum neben dem Schülerverkehr auch auf starke Achsen konzentrieren, da flächendeckende Takte weder genutzt werden, noch bezahlbar sind.
Ein weiteres Thema war das Kreishallenbad. Hier hob der Landkreischef hervor, dass der Beginn der Renovierungsarbeiten nur in einem engen Zeitfenster möglich war. Leider wurden inzwischen grössere Mängel am Beton entdeckt, so dass die Eröffnung nach der Renovierung noch auf sich warten lassen wird. Hier stellte unter anderem TSV-Vorsitzender Roland Stoll fest, dass diese Einrichtung für Wertingen und für den TSV sehr wichtig ist und das Geld gut investiert sei.
Die Anton-Rauch-Realschule war der nächste Punkt, den Markus Müller aufnahm. Hier sollen noch in diesem Jahr Förderanträge für eine Generalsanierung gestellt werden. Auf die Frage von Katja Killisperger, wie die Sanierung ablaufen wird, erläuterte Müller, dass vier Bauabschnitte geplant sind. Begonnen werden soll zunächst mit einem Anbau mit acht Klassenräumen, um im weiteren Verlauf die Renovierung der bestehenden Gebäudeteile zu bewerkstelligen sowie den Platzbedarf abzubilden und eine teure Intermimslösung zu vermeiden.
Er machte jedoch auch deutlich, dass große Projekte – oft über viele Jahre dauern und erst im Kreishaushalt überhaupt finanziert sein müssen. Trotz aller Schwierigkeiten lobte Müller die gute Zusammenarbeit sowie die Fortschritte in vielen Bereichen, die im Miteinnder in der Region und im ganzen Landkreis erarbeitet werden. Die Rahmenbedingungen sind schwierig, daher gelte es sich immer wieder nach der Decke zu strecken.
Die Freien Wähler Wertingen treffen sich mindestens einmal im Monat mit ihren Mitgliedern, um über aktuelle Themen aus dem Stadtrat und dem Landkreis zu informieren und zu diskutieren.